Bankfeiertag in der DVRK
Am 16. Februar ist der Bankfeiertag in der DVRK. Der Geburtstag von Kim Jong Il. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.
Am 16. Februar ist der Bankfeiertag in der DVRK. Der Geburtstag von Kim Jong Il. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK), im Norden an China und Russland grenzend, gilt als eines der abgeschottetsten Länder der Welt. Gegründet wurde sie am 9. September 1948 mit Unterstützung der damaligen Sowjetunion. Hinter dem offiziellen Staatsnamen verbirgt sich ein autoritäres System, das von außen nur schwer zu durchdringen ist.
Nordkorea ist geprägt von strenger sozialer Kontrolle. Bis 2017 existierten rund 16 große Arbeitslager, vergleichbar mit den sowjetischen Gulags. Eine Besonderheit ist die sogenannte Erbbestrafung: Vergehen gegen das Regime können nicht nur den Täter, sondern auch Kinder und Enkel treffen – über drei Generationen hinweg.
1957 führte Staatsgründer Kim Il Sung eine umfassende Sicherheitsüberprüfung durch. Die Bevölkerung wurde in drei Klassen eingeteilt:
„Basis“ – loyale Unterstützer
„Unentschlossene“ – neutrale Mittelschicht
„Feinde“ – darunter Nachfahren von Landbesitzern oder Christen
Diese Einteilung prägt bis heute den Zugang zu Ressourcen, Wohnorten und Bildung.
Die Wirtschaft Nordkoreas ist stark zentralisiert. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in Armut, Hungersnöte sind keine Seltenheit. Besonders in den 1990er Jahren kam es zu einer schweren Krise, bei der Berichte über Kannibalismus die Welt erschütterten.
Nordkorea ist zudem für den illegalen Handel mit Waffen und Nukleartechnologie bekannt. 2009 wurden beispielsweise 35 Tonnen Raketenteile auf dem Weg in den Iran und die Republik Kongo abgefangen.
Der Geburtstag von Kim Jong Il am 16. Februar zählt zu den wichtigsten Feiertagen des Landes. Offiziell wird er als Bankfeiertag begangen, was bedeutet, dass staatliche Institutionen, Banken und viele Geschäfte geschlossen bleiben.
Die Feierlichkeiten sind geprägt von:
Massentänzen und Paraden in Pjöngjang
Blumen-Ausstellungen, insbesondere der nach Kim Jong Il benannten „Kimjongilia“
Staatlichen Zeremonien, die die Juche-Ideologie betonen – eine Philosophie, die den Menschen ins Zentrum stellt, in der Praxis jedoch nur einer privilegierten Elite zugutekommt.
Viele Nordkoreaner versuchen, in Nachbarländer zu fliehen. Während China Flüchtlinge meist zurückschickt, gewährt Südkorea Überläufern sofortige Staatsbürgerschaft, Ausbildungsmöglichkeiten und finanzielle Unterstützung.
Der 16. Februar ist nicht nur ein staatlicher Feiertag, sondern auch ein Symbol für die Personenkult-Tradition in Nordkorea. Ähnliche Formen der Verehrung finden sich historisch in anderen autoritären Systemen, etwa in der Sowjetunion oder im maoistischen China.
Was bringt die Zukunft? Der 16. Februar zeigt, wie eng in Nordkorea Politik, Ideologie und Kultur miteinander verwoben sind. Für Außenstehende bleibt vieles im Verborgenen – doch gerade dieser Tag bietet einen seltenen Blick auf die Inszenierung von Macht und Loyalität.
Offene Frage:
Wie wird sich die Bedeutung dieses Feiertags in einer sich wandelnden geopolitischen Lage verändern?
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