Allhallowtide

Am 31. Oktober ist der Allhallowtide. Drei Tage zwischen Grusel, Glanz und Stille. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Oktober statt.

31. Oktober 2025 - Freitag
31. Oktober 2026 - Samstag
31. Oktober 2027 - Sonntag

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Erleben Sie Allerseelen, Teil des christlichen Feiertags Allhallowtide, eine Zeit des Gedenkens und der Ehrung der Verstorbenen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum wir uns erst gruseln, dann feiern und schließlich trauern? Innerhalb von nur 72 Stunden durchleben wir Ende Oktober eine emotionale Achterbahnfahrt. Was heute oft als getrennte Ereignisse wahrgenommen wird – die wilde Halloween-Party und der stille Friedhofsbesuch –, gehört historisch und spirituell untrennbar zusammen. Willkommen in der „Allhallowtide“, der Zeit der Toten und der Heiligen.

Ein Fest, drei Gesichter: Der historische Zusammenhang

Der Begriff „Allhallowtide“ (die Zeit aller Heiligen) ist im deutschsprachigen Raum kaum bekannt, beschreibt aber perfekt das sogenannte „Triduum“. Es ist eine dreitägige Reise vom Dunkel ins Licht und wieder zurück zur Erinnerung.

Historisch gesehen verschmelzen hier uralte keltische Erntefeste (Samhain) mit der christlichen Liturgie. Im 8. Jahrhundert weihte Papst Gregor III. eine Kapelle in Rom allen Heiligen und legte den Grundstein für das heutige Datum.

Der Ablauf im Überblick

  • 31. Oktober – Halloween (All Hallows’ Eve):

    Der Vorabend von Allerheiligen. Ursprünglich ging es nicht um Horror, sondern um die Volksfrömmigkeit: Man glaubte, dass die Schleier zwischen den Welten dünner werden. Der Brauch, Fratzen in Rüben (später Kürbisse) zu schnitzen, sollte böse Geister abschrecken, nicht anlocken.

  • 1. November – Allerheiligen:

    Ein „Hochfest“ in der katholischen Kirche (und gesetzlicher Feiertag in weiten Teilen von DACH). Hier stehen nicht die Toten im Allgemeinen im Fokus, sondern die „Triumphierende Kirche“ – also jene Menschen, die das Ziel des Himmels bereits erreicht haben. Die liturgische Farbe ist Weiß (Freude).

  • 2. November – Allerseelen:

    Der Tag der „Leidenden Kirche“. Hier gedenken wir der „Armen Seelen“, die sich nach alter Vorstellung noch im Läuterungsprozess (Fegefeuer) befinden. Erst an diesem Tag werden traditionell die Gräber gesegnet, auch wenn dies aus praktischen Gründen (arbeitsfreier Tag) oft schon an Allerheiligen geschieht. Die Farbe ist Violett oder Schwarz (Trauer).

Lebendige Traditionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Im deutschsprachigen Raum ist diese Zeit tief in der Kultur verankert. Es geht nicht nur um Gebete, sondern auch um Gemeinschaft und Kulinarik.

Das Lichtermeer auf den Friedhöfen

Wenn die Dämmerung einsetzt, verwandeln sich die Friedhöfe von München bis Wien in ein warmes Lichtermeer. Diese „Seelenlichter“ sind mehr als Dekoration. Sie symbolisieren die „Ewige Lichtruhe“ und sollen den Verstorbenen den Weg leuchten. Es ist ein Moment der Stille, der selbst in unserer hektischen Zeit eine enorme Kraft entfaltet.

Gebäck gegen das Vergessen

Liebe geht durch den Magen – auch über den Tod hinaus. In vielen Regionen gibt es spezielles Gebäck:

  • Österreich (Allerheiligenstriezel): Dieser geflochtene Hefezopf ist weit mehr als ein Frühstück. Er wird oft von Paten an ihre Taufkinder verschenkt. Die Zopfform erinnert an einen antiken Trauerbrauch, bei dem man sich als Zeichen der Trauer die geflochtenen Haare abschnitt.

  • Süddeutschland & Schweiz (Seelenbrezeln/Stuck): Früher wurden diese Teigwaren an Arme und Kinder verteilt. Der Volksglaube besagte: Für jedes verschenkte Stück Brot wird eine Seele aus dem Fegefeuer erlöst.

FAQ: Häufige Fragen zu Allerheiligen und Halloween

Ist Halloween ein amerikanischer Import ohne Tradition?

Jein. Die Wurzeln sind europäisch (irisch-keltisch). Auswanderer brachten den Brauch in die USA, von wo aus er kommerzialisiert zu uns zurückkehrte. Der Kern ist also „heimisch“, die moderne Ausführung (Süßes oder Saures) ist importiert.

Warum ist Allerheiligen in manchen Bundesländern ein „Stiller Feiertag“?

Der Gesetzgeber schützt die ernste Stimmung dieses Tages. Das bedeutet Tanzverbot und Einschränkungen bei öffentlichen Unterhaltungsveranstaltungen, um Raum für Trauer und Gedenken zu lassen.

Was hat Odilo von Cluny damit zu tun?

Der Abt Odilo von Cluny legte im Jahr 998 den 2. November als festen Gedenktag für alle Verstorbenen in seinen Klöstern fest. Da Cluny damals extrem einflussreich war, verbreitete sich das Datum in der ganzen westlichen Kirche.

Muss ich religiös sein, um diese Tage zu begehen?

Nein. Psychologen betonen den Wert von Ritualen für die Trauerarbeit. Das Anzünden einer Kerze oder der Gang zum Friedhof hilft beim Loslassen und Erinnern, unabhängig vom Glauben.

Analyse: Ein Fest des Lebens im Angesicht der Endlichkeit

Obwohl die Kommerzialisierung durch Halloween und der schleichende Bedeutungsverlust kirchlicher Traditionen den ursprünglichen Sinn von Allhallowtide zu überlagern drohen, erleben wir gleichzeitig eine Renaissance der persönlichen Trauerkultur und der Suche nach Wurzeln. In einer Zeit, in der der Tod oft aus dem Alltag verdrängt wird, bieten diese drei Tage einen geschützten Raum, um sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, ohne daran zu verzweifeln. Genau das zeigt es: Wir brauchen feste Anker im Kalender, um das Leben durch das Gedenken an den Tod bewusster zu schätzen.

Wie werden Sie dieses Jahr die Tage verbringen – mit einem Kürbis vor der Tür oder einer Kerze auf dem Grab?

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Allhallowtide im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Belgien.

Was wird zusammen mit dem Allhallowtide gefeiert?

Ein Fest zwischen uralter Geschichte, Grusel und Gemeinschaft...

Ein Tag des Gedenkens und der Gemeinschaft...

Ein Tag für Gleichberechtigung und Empowerment...

Das Ende des Ersten Weltkriegs im kollektiven Gedächtnis...

Ein Feiertag für die Freiheit des Denkens...

Geschichten, Bräuche und Geschenke des Heiligen Nikolaus...

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